Deutsche Labortechnologie in Irland

Beginn:
21.10.2014
Ende:
24.10.2014
Ort:
Dublin

Die Deutsch-Irische Industrie- und Handelskammer hat vom 21. bis zum 24. Oktober 2014 eine Geschäftsanbahnungsreise deutscher kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) aus dem Bereich Forschungseinrichtungs- und Laborausrüstung nach Irland überaus erfolgreich durchgeführt. Den Ergebnisbericht sowie Links zu den gehaltenen Präsentationen finden Sie untenstehend.

 




 Die Auftaktveranstaltung der Geschäftsanbahnungsreise fand als Konferenz (“German- Irish R&D Opportunities: Are your labs up-to-date?“) am 21. Oktober 2014 im Crowne Plaza Hotel Blanchardstown in Dublin statt und brachte Experten und Entscheidungsträger aus Forschung, Wirtschaft und Verbandswesen aus Irland und Deutschland zusammen. Mehr als 70 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. An den auf die Konferenz folgenden Tagen  fanden über ganz Irland verteilt mehr als 40 Treffen der deutschen Firmen mit irischen Unternehmen statt, es waren mehr als 30 Unternehmen an Kollaborationstreffen mit den deutschen Firmen interessiert. Die Teilnehmer konnten dadurch bereits Beziehungen zu neuen Geschäftspartnern und Kunden aufbauen, Firmen- und Branchendaten austauschen und potenzielle Partner für EU- Projekte, wie Horizon 2020, finden.

Die ersten Ergebnisse zeigten bereits ein viel versprechendes Kooperationspotential. Besonders wertvolle Resultate kamen durch die individuellen Gespräche mit den irischen Unternehmen zustande. Eines der Unternehmen hatte nach dem letzten Gespräch nicht nur einen Abnehmer gefunden, sondern auch ein zweites Meeting auf einer Messe in Nürnberg vereinbart, sowie weitere Kollaborationsmöglichkeiten per Telefon im Nachhinein besprochen. Für ein anderes Unternehmen bilden die nächsten Wochen den Grundstein für neue Geschäftspartnerschaften, da mehrere irische Unternehmen Angebote für exemplarische Zeichnungen neuer Laboreinrichtung angefragt haben. In anderen Fällen wurden Produkte besprochen, Anpassungs- und Änderungsvorschläge gemacht und Preislisten und Angebote verschickt. Auch die von der AHK Irland erstellte 75-seitige Zielmarktanalyse, die den Status Quo des irischen Markts für den Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) darstellt, wird als wertvolle Hilfestellung eingeschätzt, das als Basis für zukünftige Kontaktaufnahmen im irischen Markt eingesetzt wird.

Durch die Präsentationen auf der Konferenz wurde hervorgehoben, dass im F&E Bereich viele Möglichkeiten zur Zusammenarbeit für KMUs und große multinationale Unternehmen bestehen, da es sich um einen branchenübergreifenden Wirtschaftszweig handelt. Dies erfordert enge Zusammenarbeit von Multiplikatoren in Deutschland und Irland, um sowohl Unternehmen als auch öffentliche Einrichtungen zu größtmöglichen F&E Aktivitäten zu verhelfen. Aufgrund dessen wurden verschiedenste Firmen aus dem F&E Bereich in Deutschland für die Teilnahme an dieser Geschäftsanbahnungsreise akquiriert. Es haben sich deutsche Firmen folgender Bereiche angemeldet: Laborzubehör und Ausstattung, Labor- und Analysetechnologie und Labor Services.

 Während der Konferenz wurde dargestellt, dass die wichtigste Herausforderung, um den F&E Sektor weiter auszubauen, in der Vereinfachung von Entwicklungsprozessen durch ständige Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den verschiedenen Branchen besteht, sodass Technologien und Lösungen schnell und unkompliziert übertragen werden und gewinnbringend genutzt werden können. Darüber hinaus wurde unterstrichen, dass der F&E Bereich trotz hohen Wachstumspotentials in verschiedenen Branchen Risiken birgt, da große Investitionen für die Forschung getätigt werden, die nicht immer zu Erfolgen führen. Aus diesem Grund empfinden F&E-intensive Unternehmen es als schwierig, im Voraus zu planen.

 Während der Konferenz präsentierten insgesamt drei irische und zwei deutsche F&E Experten den Teilnehmern ihr Wissen zu aktuellen irischen und deutschen Trends in der Labortechnik der Pharmaindustrie, der Chemiebranche und in der Medizintechnik und stellten innovative Lösungsansätze für bestehende Herausforderungen dar. Sowohl durch die Platzierung der Gäste an runden Tischen anstatt in Stuhlreihen im Konferenzsaal als auch durch Zeit für offene Fragen nach den jeweiligen Vorträgen wurde der Meinungsaustausch zwischen den deutschen und  irischen Teilnehmern deutlich erleichtert.

 Die Veranstaltung war lösungsorientiert ausgerichtet und hob zahlreiche deutsche und irische Beispiele für innovative und spezialisierte Produkte hervor. Z. B. verknüpft eine deutsche Firma traditionelle Backwarenherstellung mit neuen Technologien und Inhaltsstoffen, um bestimmte Anforderungen zu erfüllen und Bio-Konsumenten und Allergikern neue Alternativen zu bieten. Zudem hat ein weiteres deutsches Unternehmen seine Lasermikrotome zur Kombination von Schneid- und digitalen  Bildverarbeitungsfunktionen vorgestellt, die vielfältig in Pharmazie, Materialforschung und Lebensmittelindustrie angewendet werden können. Diese Innovation gilt es, in den irischen Markt einzuführen.

 Die Konferenzteilnehmer und Redner stammten aus unterschiedlichsten Sektoren, beispielsweise waren Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences (Pharmazeutik, Biotechnologie und Medizintechnik), Molkereien und Brauereien,  Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Forschungseinrichtungen, Krankenhäuser und Universitäten vertreten. In einer groß angelegten Akquisitionskampagne wurden irische Kontakte direkt per Email und Telefon kontaktiert, dafür wurde unter anderem auch auf die Kontaktnetzwerke zweier irischer Kooperationspartner (IRDG, PharmaChem IBEC) aus dem Bereich Forschung und Entwicklung zugegriffen.

 Die Geschäftsanbahnungsreise vom 21. bis 24. Oktober 2014 im Bereich „Forschung und Entwicklung“ nach Irland, die die AHK Irland als projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchführte, wurde aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Die Reise umfasste eine eintägige Konferenz sowie organisierte Kooperationsgespräche zwischen acht teilnehmenden deutschen Firmen und irischen Organisationen an insgesamt drei Tagen zur Erkundung möglicher Kooperationen und Geschäftspotenziale. Insgesamt wurden sowohl Quantität als auch Qualität der Meetings von den deutschen Teilnehmern sehr positiv bewertet. Viele irische Unternehmen waren an individuellen Kooperationsgesprächen mit den deutschen Unternehmen interessiert, sodass die Konferenz hauptsächlich für Repräsentanten von Technologieinstituten und Universitäten, Händler und Hersteller von Analysegeräten und Laboreinrichtung, sowie Forscher und Doktoren aus dem F&E Gebiet interessant war, die ihre positiven Eindrücke der deutschen Firmen weiter in den irischen Markt tragen.

 Links zu den Präsentationen:

Denis Hates (IRDG): Innovation in Ireland - an overview

Martin Leibing (SPECTARIS): Regulatory Obstacles and Initiatives by Member companies

Mathis Kuchejda (SPECTARIS): SPECTARIS German Hightech Industry Association

Matt Moran (PharmaChemical): PharmaChemical Ireland Sector Overview

Peter Brannon (Mason): The Irish Market

 


 

 

Aideen Keenan

Head of Marketing

aideen.keenan(at)german-irish.ie

Tel: 00353-1 6424 330

 

 





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