Trend Erneuerbare Energien: Branche investiert verstärkt in Irland

21.03.16 AHK Irland - News-Hauptkategorie

Die deutsche Erneuerbaren-Energien-Branche wächst weiter und verlagert seine Aktivitäten zunehmend ins Ausland – aktuell Skandinavien, Irland und Frankreich, so eine kürzlich veröffentlichte Umfrage der HSH Nordbank. Passend hierzu fördert das neue irische Weissbuch für Energie Investitionen in Erneuerbare Energien. Auch die AHK Irland ist in diesem Bereich sehr aktiv und bietet deutschen Unternehmen Möglichkeiten, den irischen Markt zu erschliessen.

 

Die deutsche Erneuerbare-Energien-Branche ist ungeachtet des ab 2017 geltenden Ausschreibungsverfahrens optimistisch und sieht vor allem Chancen im europäischen Ausland. Nach einer positiven Bilanz für 2015 erwarten die Unternehmen auch für das laufende Geschäftsjahr weiter steigende Umsätze. Das ist das Ergebnis der Marktexpertise „Erneuerbare Energien 2016“ der HSH Nordbank, für die Anfang 2016 gut 80 Unternehmen aus der Erneuerbare-Energien-Branche befragt wurden.

Die erwartete Umsatzsteigerung basiert vor allem auf vorgezogenen Investitionen in Deutschland und einer zunehmenden Verlagerung von Geschäftsaktivitäten ins Ausland“, sagte Lars Quandel, Leiter Energie & Versorger bei der HSH Nordbank. Obwohl der deutsche Onshore-Markt nach Auffassung fast aller Befragten für Investitionen auch weiterhin interessant bleiben werde, steige wegen der Herausforderungen des Ausschreibungsverfahrens das Interesse an Projekten im europäischen Ausland. So planen bereits zwei Drittel der Unternehmen eine Verstärkung ihrer Geschäftsaktivitäten im Ausland. Quandel: „Als einer der Top 3 Finanzierer für Erneuerbare-Energien-Projekte in Europa begleiten wir bereits viele internationale Vorhaben – aktuell vor allem in Skandinavien, Irland und Frankreich.“ 

Die Umfrage verdeutlicht die Wichtigkeit einer europäischen Zusammenarbeit, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben. Das irische Weissbuch für Energie, welches Irlands energiepolitisches Vorgehen bis 2030 vorgibt, stellt Onshore-Wind weiterhin in den Fokus, um die Energiewende voranzutreiben. Neben der Fortführung der laufenden Einspeisevergütungen für Onshore-Wind, Waste-to-Energy und Waste-to-Heat wird die Einführung einer solchen für Solarenergie geprüft. Zusätzlich schreibt das Weissbuch konkrete finanzielle Förderungen für sich selbst versorgende kommunale Mikronetze vor. Dies bedeutet, dass Mikronetze und Mikrogeneratoren im zukünftigen Energiemix Irlands eine immer wichtigere Rolle spielen werden.


Geschäftsreise im Bereich „Kleinwind und kommunale Mikronetze“

Ein Trend, den die AHK Irland erkannt hat und deshalb eine vom BMWi geförderten Geschäftsreise im Bereich „Kleinwind und kommunale Mikronetze“ für deutsche Firmen vom 20. bis zum 24. Juni 2016 veranstaltet. Diese Geschäftsreise ist vor allem für deutsche Unternehmen der Technologiefelder Kleinwind, Hybrid-Anlagen und Speichertechnologien interessant. Weitere Informationen zur Geschäftsreise und zur Anmeldung finden Sie hier: www.german-irish.ie/geschaeftsreise-im-bereich-kleinwind-und-kommunale-mikronetze/

 

Mehr Informationen zur Umfrage der HSH Nordbank finden Sie hier: www.hsh-nordbank.de/de/presse/pressemitteilungen

 

Update: Windkraftanlagenbauer Nordex erhält zwei Großaufträge in Irland

Laut (dpa) hat der deutsche Windkraftanlagenbauer Nordex zwei neue Aufträge an Land gezogen. Es handelt sich um Windparks in Cork und im County Kerry, die ab Sommer 2017 in Betrieb gehen sollen. Die beiden Projekte haben insgesamt 17 Turbinen mit einer Leistung von zusammen 42,5 MW. Nordex wird zudem für die Wartung der Anlage mit einer Laufzeit von 15 Jahren verantwortlich sein.