Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Praktikumsvermittlung von DEinternational

 

Präambel:

Die nachstehenden allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für die Praktikumsvermittlung in Irland treten bei Inanspruchnahme dieser Dienstleistung von DEinternational, der Servicemarke der Deutsch-Irischen Handelskammer – kurz „Kammer“ – durch verbindliche Buchung des Bewerbers – kurz „Bewerber“ in Kraft. Die AGB werden bei Einreichung eines ausgefüllten und unterschriebenen Bewerbungsbogens in das Vertragsverhältnis mit einbezogen. Wir bitten Sie daher, diese Bedingungen sorgfältig durchzulesen.

§ 1 Vertragspartner:

  1. Die nachstehenden AGB regeln das Vertragsverhältnis zwischen der DEinternational, der Servicemarke der Deutsch-Irischen Handelskammer, 46 Fitzwilliam Square, Dublin 2, Irland – nachstehend „Kammer“ -  und dem Bewerber – nachstehend „Bewerber“ über das Angebot von DEinternational, d.h. der Kammer zur Praktikumsvermittlung in Irland.
  2. Vertragspartner sind ausschließlich die Kammer, der Bewerber sowie, soweit im Vermittlungsvorgang davon betroffen, das von der Kammer vorgeschlagene Unternehmen.

§ 2 Verbindliche Anmeldung, Anzahlung und Annahme:

  1. Der Bewerber kann sich nur über einen Weg um eine Praktikumsvermittlung der Kammer bewerben; die schriftliche Bewerbung mit allen weiteren notwendigen Dokumenten mit Unterschrift zur Anerkennung der AGB (auch per Fax oder Mail mit Anhängen). Eine Bewerbung schließt eine verbindliche Annahme des Angebots und der AGB über die Praktikumsvermittlung durch den Bewerber mit ein. Spätere Änderungen von Bewerbungsdaten sind nur mit Absprache der Kammer erlaubt. Jegliche Nebenabsprachen sind schriftlich zu führen. Bei Bewerbung muss der Bewerber eine Anzahlung von 100 Euro auf das Konto der Kammer entrichten. Für die Überweisung der Gebühr gilt folgende Bankverbindung der Kammer: Commerzbank AG Bonn, Konto 2580884, BLZ 38040007
  2. Nach Eingang der Bewerbung, der Anzahlung und erstmaliger Eingangskontrolle durch die Kammer bestätigt die Kammer die Bewerbung schriftlich (auch per Mail) und nimmt den Auftrag zur Praktikumsvermittlung an.
  3. Die Kammer behält sich das grundsätzliche Recht vor Bewerber abzulehnen, bei denen die erfolgreiche Praktikumsvermittlung sehr fraglich ist oder Bewerber, die nachweislich unwahre Angaben über sich oder ihre Qualifikationen gemacht haben.

§ 3  Vertragsgegenstand und Angebotsinhalt:

  1. Gegenstand des Vertrages zwischen der Kammer und dem Bewerber ist lediglich die Vermittlung eines Praktikums in Irland. Für die Vermittlung des Praktikums gelten die Angaben des Bewerbers im Bewerbungsbogen.
  2. Weitere Dienstleistungen wie Flugbuchungen, An- und Abreisevermittlung, Vermittlung von Reise- oder Krankenversicherungen oder konkrete Unterkunftsvermittlung sind nicht Gegenstand eines Vertrages zwischen der Kammer und dem Bewerber.
  3. Die erfolgreiche Vermittlung durch die Kammer hängt nicht von Genehmigungen Dritter (Hochschulen, Arbeitgeber) oder Bewilligungen von Fördergeldern für den Bewerber ab und ist von diesen auch nicht abhängig zu machen. Jegliche Zustimmungen und Förderbewilligungen sind durch den Bewerber im Vorfeld der Praktikumsbewerbung zu klären.

 

§ 4  Bewerbungsverfahren und Vermittlungsvorgang

  1. Das Bewerbungsverfahren ist wie in § 2.1. beschrieben durchführbar, erstens per Bewerbung per Email oder per postalische Bewerbung mit verbindlicher Annahme der Geschäftsbedingungen und Überweisung der Anzahlung. Nach Eingang und Prüfung der Bewerbungsunterlagen insbesondere der Anzahlung erstellt die Kammer ein Bestätigungsschreiben über den Bewerbungs- und Anzahlungserhalt.
  2. Mit Versand des Bestätigungsschreibens durch die Kammer kommt der Vermittlungsvertrag zwischen der Kammer und dem Bewerber zustande.
  3. Die Kammer führt vor dem Vorschlag von Praktikumsunternehmen ein telefonisches Vorinterview durch. Sollte in diesem Telefonat ein sehr negativer Eindruck der Englischkenntnisse oder Fachkenntnisse des Bewerbers aufkommen, kann die Kammer die Vermittlung des Bewerbers verweigern. Der Bewerber hat in diesem Fall keinen Anspruch auf Rückzahlung seiner Anzahlung.
  4. Die Restzahlung der Vermittlungsgebühr wird immer fällig wenn die Kammer die Vermittlungstätigkeit fristgerecht durchführt.
  5. Bei Ablehnung durch mindestens drei Unternehmen aufgrund von fachlicher und/oder sprachlicher Mängel nach Interview des Bewerbers durch die Unternehmen, gilt die Bewerbung als gescheitert und der Bewerber hat keinen weiteren Anspruch auf Rückzahlung seiner Anzahlung durch die Kammer.

§ 5 Anzahlung und Restzahlung:

  1. Die Kammer stellt für die Vermittlungsdienstleistung des Praktikums eine Gebühr von 500 Euro in Rechnung (400 Euro bei bestehender Kooperation zwischen Universität und AHK Irland). Diese ist auf zwei Raten zu bezahlen: Zusammen mit der Bewerbung um das Praktikum ist eine Anzahlung von 100 Euro auf die Bankverbindung Kammer zu entrichten. Bei erfolgreicher Vermittlung ist bei Abschluss des Praktikumsvermittlungsvorganges durch die Kammer (bei Eingang der Praktikumsbestätigung durch das Unternehmen) eine Restzahlung von 400 Euro (300 Euro bei bestehender Kooperation zwischen Universität und AHK Irland) auf die Bankverbindung der Kammer nach Rechnungsstellung durch die Kammer zu entrichten. Bei durch die Kammer verschuldeter Nichtvermittlung erstattet die Kammer unverzüglich die Anzahlung.
  2. Sollte die Anzahlung nicht innerhalb von 10 Werktagen auf dem Konto der Kammer eingehen, kann diese den Beginn des Bewerbungsverfahrens solange zurückstellen bis der Eingang der Anzahlung bestätigt ist.
  3. Die Restzahlung muss innerhalb von 20 Werktagen nach Rechnungsstellung durch die Kammer bezahlt werden. Bei Nichteingang der Restzahlung hat die Kammer das Recht, nach Mahnung und erneuter Fristsetzung, den Vertrag aufzukündigen und den Bewerber mit Rücktrittskosten in Höhe der gesamten Vermittlungsgebühr von 500 Euro (400 Euro bei bestehender Kooperation zwischen Universität und AHK Irland) zu belasten. Es erfolgt auch gleichzeitig eine Meldung an das Praktikumsunternehmen über die nichtbezahlte Praktikumsgebühr.

§ 6 Rücktritt, Umbuchung und Praktikumswechsel:

  1. Der Bewerber kann jederzeit schriftlich von der Praktikumsvermittlung durch die Kammer zurücktreten. Eine Rückzahlung der Anzahlung oder der gesamten Vermittlungsgebühr findet nur dann statt, wenn dies auf höhere Gewalt oder besonders harte Umstände für den Bewerber zurückzuführen ist (Krankheit, Unfall, familiärer Härtefall). Bei Kündigung während des Bewerbungsverfahrens verfällt das Recht des Bewerbers auf Rückzahlung der Anzahlung.
  2. Eine besondere Veränderung des Vermittlungswunsches während des Vermittlungsvorganges ruft ein erneutes Bewerbungsverfahren hervor, das wiederum einer gesonderten Anzahlung bedarf.
  3. Sollte es zu einer Ablehnung eines Praktikumsangebots oder eines Praktikumsunternehmens durch den Bewerber kommen, muss dieser genaue Gründe dafür angeben. In einem gemeinsamen Gespräch mit der Kammer, wird daraufhin geklärt, ob diese ein weiteres Unternehmen vermitteln wird. Ein Anspruch auf mehr als zweimalige Vermittlung besteht nicht.
  4. Anspruch auf Wechsel des Praktikumsunternehmens besteht nur in dem Fall, dass der Bewerber besondere Umstände nachweisen kann, die einen Wechsel des Unternehmens durch die Kammer während der Praktikumslaufzeit zwingend erfordern. Ein zweimaliger Wechsel des Praktikumsunternehmens ist ausgeschlossen.
  5. Bei vorzeitigem Abbruch des Praktikums in Irland gibt es keinen Anspruch auf Rückerstattung der Vermittlungsgebühr, da die Praktikumsvermittlung schon erfolgt ist.
  6. Dem Bewerber wird der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Versicherung zur Abdeckung der Kosten einer Rückführung für den Fall der Krankheit, eines Unfalls oder eines Haftpflichtschadens ausdrücklich empfohlen. Die Kammer übernimmt in den genannten Fällen keine Haftung.

§ 7 Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen:

  1. Mit Hinblick auf die zu erwartende Reife des Bewerbers weist die Kammer darauf hin, dass der Bewerber die ihm vom Unternehmen auferlegten Pflichten und Regeln sowie die Gesetze, Gebräuche und Sitten Irlands zu respektierten hat. 
  2. Sollte es trotz dieses Hinweises zu einer Kündigung durch das Praktikumsunternehmen mit Begründung durch grobes fachliches Fehlverhalten oder Nichteinhaltung von gesetzlichen oder unternehmenseigenen Vorschriften während oder außerhalb der Arbeitszeit kommen, verfällt jeglicher Anspruch des Bewerbers auf Rückzahlung oder andere Schadensansprüche.

§ 8 Obliegenheiten des Bewerbers:

  1. Der Bewerber hat durchgängig während des  (sowie falls es zu einer Vermittlung kommt, darüber hinaus bis zum Antritt des Praktikums) alles zu tun was den Vermittlungserfolg fördert sowie alles zu unterlassen was ihn oder die Vermittlungsbemühungen der Kammer behindert, verzögert, gefährdet oder unmöglich macht; er verpflichtet sich insofern zur aktiven Mitwirkung bzw. Unterlassung.
  2. Insbesondere verpflichtet er sich: Angaben über seine Qualifikationen, Berufserfahrungen und Sprachkenntnisse wahrheitsgemäß zu machen; jederzeit ein geschäftsmäßiges Gebaren in seiner Kommunikation mit der Kammer und dem Praktikumsunternehmen zu wahren und Termine zum Interview pünktlich einzuhalten; nicht selbst in Irland auf Praktikumssuche zu gehen und Unternehmen aus Irland, die sich bei Ihm selbständig melden, der Kammer anzuzeigen; alle für das Praktikum notwendigen bzw. üblichen Versicherungen, Impfungen, etwaige bürokratische Erfordernisse etc. selbst abzuschließen bzw. vorzunehmen (die Überwachung dessen obliegt nicht der Kammer oder dem Praktikumsunternehmen) und das Vorliegen entsprechender Absicherungen der Kammer und/oder dem Praktikumsbetrieb gegenüber nachzuweisen.            
  3. Der Bewerber hat jeden schwerwiegenden Mangel an der Vermittlung des Praktikums gegenüber der Kammer unverzüglich anzuzeigen. Der Bewerber hat der Kammer eine gerechte Frist zur Beseitigung des Mangels zu gewähren, bevor er von dem Vermittlungsangebot aus wichtigem Grund zurücktritt. Bei Nachweis der Schwere des Mangels, Verstreichen der Frist und Nichtbeseitigung des Mangels durch die Kammer hat der Bewerber den Anspruch auf Rückerstattung seiner Vermittlungsgebühr.
  4. Der Bewerber hat alle für die Anerkennung seines Praktikums benötigten Dokumente vor Antritt des Praktikums gegenüber der Kammer sowie dem Praktikumsunternehmen anzuzeigen.

§ 9 Haftung, Haftungsbeschränkung und Verjährung von Ansprüchen:

  1. Der Haftungsanspruch des Bewerbers gegenüber der Kammer beschränkt sich auf die Rückzahlung der Vermittlungsgebühr.
  2. Die Kammer und seine Mitarbeiter haften nicht für Leistungen zwischen dem Bewerber und dem vermittelten Praktikumsunternehmen. Nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit kann die Kammer in Haftungsanspruch genommen werden.
  3. Für weitere Dienstleistungen und Ereignisse, die außerhalb der reinen Vermittlungsleistung stattfinden und die nicht im Verantwortungsbereich der Kammer liegen schließt die Kammer jegliche Haftung aus. Darunter fallen unter anderem der auch der Abschluss von Versicherungen oder die Bewilligung von Förderungen für ein Auslandspraktikum.
  4. Der Bewerber führt jegliche eigene Aktivitäten vor, während und nach der Ausübung seines Praktikums auf eigene Verantwortung durch. Dies gilt auch für die Zeit während des Vermittlungsvorganges. Nur bei groben Mängeln in der Praktikumsvermittlung und nachweisbarer Unzumutbarkeit des Praktikumsplatzes besteht ein Anspruch auf Praktikumswechsel.
  5. Die Kammer haftet nicht für Schäden, die von Dritten verursacht werden, darunter insbesondere allgemeine Verkehrs-, Kriminalitäts- und Lebensrisiken. Die Kammer haftet nicht für die An- und Abreise zum Praktikumsort.
  6. Der Bewerber hat Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung von Leistungen der Kammer innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung des Praktikumsvertrages geltend zu machen. Die Geltendmachung kann fristwahrend nur gegenüber der Kammer unter der nachstehend angegebenen Anschrift erfolgen. Nach Ablauf der Frist kann der Bewerber nur Ansprüche geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.

§ 10 Rechtswahl und Gerichtsstand:

  1. Es gilt das irische Recht. Gerichtsstand ist Dublin, Republik Irland. Dies gilt für das Vertragsverhältnis zwischen Bewerber, Kammer und Praktikumsunternehmen sowie für das gesamte Rechtsverhältnis.
  2. Der Bewerber kann die Kammer nur an deren Sitz verklagen.
  3. Für Klagen der Kammer gegen den Bewerber ist der Wohnsitz des Bewerbers maßgebend.

§ 11 Salvatorische Klausel:

Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein oder der Vertrag eine Lücke enthalten so bleibt die Rechtswirksamkeit der übrigen Klauseln hiervon unberührt.

Verantwortlicher:

Verantwortlich für die Inhalte dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen und das Angebot der Praktikumsvermittlung in Irland ist:

Deutsch-Irische Industrie-und Handelskammer
Fitzwilliam Square 46
Dublin 2
Republik Irland
Geschäftsführer: Ralf Lissek
Telefon: 00353 1 6424 300
Fax: 00353 1 6424 399
Web: www.german-irish.ie

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