Brexit bietet große Chancen für irische und deutsche Produzenten

Die Deutsche Botschaft hat gemeinsam mit der Deutsch-Irischen Industrie- und Handelskammer die Ergebnisse einer Studie und die Eröffnung eines neu eingerichteten German Desk im Rahmen der Veranstaltung "Stärkere Handelsbeziehungen mit Deutschland" vorgestellt.

In einem von der Deutsch-Irischen Handelskammer in Auftrag gegebenen Bericht wurde dargelegt, welche britischen Waren in einem Post-Brexit-Szenario auf dem irischen Markt voraussichtlich durch irische und deutsche Waren ersetzt werden könnten.

Das Publikum erfuhr von den geladenen Unternehmen, die alle in Irland ansässig sind und bereits Waren nach Deutschland exportieren, bzw. von Deutschland importieren, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert sind und wie sie ihre Lieferketten vorbereiten -  da ja nun der Brexit zu kommen scheint.

Die Deutsch-Irische Industrie- und Handelskammer hat die Schaffung ihres neuen "German Desk" vorgestellt, der von Fachpersonal besetzt wird und Unternehmen mit Sitz in Irland dabei unterstützt, ihre Handelsbeziehungen zu Deutschland zu stärken. Die Initiative ist Teil der laufenden Bemühungen der Kammer auf die Brexit-Herausforderung und ihrer Kernaufgabe, die irisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen weiter auszubauen.

Die Kammer ist besonders daran interessiert, irische Unternehmen bei der Entwicklung effizienter, nachhaltiger und erschwinglicher Lieferketten nach Kontinentaleuropa nach Brexit zu unterstützen. Die Unterstützung der Seeroute zwischen Irland würde irischen Unternehmen alternative, beständige Lieferketten bieten und es Irland auch ermöglichen, den Handel mit Deutschland zu verbessern. Dr. Jack Golden, Vorsitzender des Kuratoriums der Deutsch-Irischen Industrie- und Handelskammer, meinte dazu:

"Die britischen Häfen verfügen nicht über die Infrastruktur oder Kapazität, um mit bis zu 9 Kilometer Lkw-Schlangen umzugehen, die am britischen Ein- oder Ausreisepunkt nach Brexit entstehen könnten. Angesichts der Verzögerungen und der damit verbundenen Mehrkosten, die Brexit für Unternehmen, die die britische Landbrücke nutzen, verursachen wird, könnte die Seeroute wirtschaftlich rentabel und billiger sein, insbesondere für nicht verderbliche Waren. Die Deutsch-Irische Handelskammer sucht Unterstützung für staatliche Investitionen der EU in irische Hafenkapazitäten und unser German Desk wird Unternehmen beraten, wie irische Waren am besten einen schnellen Zugang zum deutschen Markt und darüber hinaus erhalten können."

Die Kammer ist der Ansicht, dass Irland durch die Förderung von Seeroute in der Lage sein wird, bessere und billigere Produkte direkt aus Kontinentaleuropa, einschließlich Deutschland, zu importieren. Die Kammer meint auch, dass irische Exporteure Gewissheit brauchen und dass die Seabridge mit richtiger Unterstützung dabei helfen kann.

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