Irland zieht als Digital-Standort hohe Investitionen an

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Dublin (GTAI) - Irlands Aussichten als Standort für die Digitalwirtschaft sind durch den Mix an großen IKT-Firmen und guter Infrastruktur hervorragend. Ein Nachteil sind die hohen Immobilienpreise.

Irland hat 2013 eine Nationale Digitalstrategie aufgelegt. Wichtige Ziele sind eine Stärkung des Onlinehandels und -unternehmertums, mehr digitales Engagement der Bevölkerung und eine Ausbildungsoffensive. Im Zuge ihrer Digitalstrategie hat die Regierung weitere Maßnahmen verabschiedet, etwa eine Strategie zum E-Government und einen Nationalen Plan für Breitband-Internet.

Irland investiert zügig in die infrastrukturellen Voraussetzungen einer digitalen Wirtschaft. Der Anbieter Three Ireland hat 2017 die nationale 100-Megahertz-Frequenz zum Aufbau eines 5G-Mobilfunkstandards ersteigert und will ein entsprechendes Netzwerk bis spätestens 2020 installieren. Bis 2024 werden im ganzen Land intelligente Stromzähler vorhanden sein. Der Austausch beginnt 2019.

Bis 2020 soll es zudem in ganz Irland nur noch Breitband-Internetanschlüsse geben. Es ist allerdings fraglich, ob dieser Zeitplan einzuhalten ist, denn einen Vertrag zur Bereitstellung und fünfundzwanzigjährigen Wartung will die Regierung erst im Laufe des Jahres 2019 vergeben. In ländlichen Gebieten sind die Kosten des Ausbaus aufgrund der teilweise dünnen Besiedlung besonders hoch.

Ende 2018 hat die Regierung die Erarbeitung einer neuen Digitalstrategie mit einer öffentlichen Anhörung begonnen. Hauptschwerpunkte sollen weiterhin der Ausbau der Infrastruktur und des E-Governments sowie die Förderung digitaler Möglichkeiten von Individuen und Unternehmen sein. Ein Entwurf lag im Februar 2019 aber noch nicht vor.

Lesen Sie hier die ganze Analyse der GTAI vom 06/03/19

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